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Forum Verwaltungs- und Polizeiwissenschaft der DHPol

Die Polizeien des Bundes und der Länder begründen einen zentralen Teil von Staatlichkeit und stellen einen der personalintensivsten Bereiche der öffentlichen Verwaltung dar. Ausgehend vom Konzept des staatlichen Gewaltmonopols verfügt die Polizei als Teil der öffentlichen Verwaltung über die Möglichkeit, umfassend in die Rechte der Bürgerinnen und Bürger einzugreifen. Folglich unterliegt ihr Handeln besonderen Wirk-, aber auch Kontrollmechanismen sowie Legitimitätsfragen. Diese aus verschiedenen Perspektiven, insbesondere auch im Hinblick auf gesellschaftliche Wechselwirkungen, zu analysieren und zu hinterfragen, ist eines der wesentlichen Anliegen der Polizeiwissenschaft als Spezialgebiet der Verwaltungswissenschaften. Im Zentrum der Polizeiwissenschaft steht dabei die Beschäftigung mit den Fragen, wie Polizei gesellschaftliches Handeln beeinflusst, und wie dieses wiederum auf polizeiliches Handeln und die Schnittstellen der öffentlichen Sicherheitsverwaltung einwirkt. Damit steht ebenso die Steuerung beziehungsweise Gouvernance der öffentlichen Sicherheitsverwaltung im Fokus des Forschungsinteresses.

Die Deutsche Hochschule der Polizei (DHPol) als Spezialhochschule mit universitärem Status des Bundes und der Länder orientiert sich an dieser verwaltungswissenschaftlich ausgerichteten Polizeiwissenschaft. Sie wird getragen von den Innenministerien und Innensenatoren des Bundes und der Länder und ist zugleich eine Einrichtung des Landes Nordrhein-Westfalen. Das inhaltliche Profil der DHPol liegt im Schwerpunkt auf der öffentlichen Sicherheitsverwaltung.

Sie generiert mittels Forschung zur Polizei wissenschaftliche Erkenntnisse mit Praxisbezug. Darüber hinaus betrachtet sie weitere Akteure sowie Prozesse und Inhalte im Kontext der öffentlichen Sicherheitsverwaltung. Dabei verfolgt die DHPol gemäß DHPolG, § 4 Absatz 2 den Auftrag „[...] die Polizeiwissenschaft durch Forschung, Lehre, Studium und Weiterbildung zu pflegen und zu entwickeln". Auf dieser Grundlage bildet sie im Rahmen des akkreditierten Masterstudiengangs "Öffentliche Verwaltung - Polizeimanagement" den höheren Dienst der Polizeien des Bundes und der Länder aus. Unsere Studierende sind Polizeivollzugsbeamte, die in der Regel über eine mehrjährige Berufserfahrung verfügen.

Die Kernkompetenzen der DHPol leiten sich aus den inhaltlichen und thematischen Schwerpunkten ihrer Departments ab:

Department I: Führungs-, Organisations- und Verwaltungswissenschaften

Department II: Einsatzmanagement, Verkehrs- und Kommunikationswissenschaften

Department III: Kriminal- und Rechtswissenschaften

Die drei Departments wiederum bündeln themenzentriert 15 Fachgebiete, welche die einzelnen Schwerpunkte aus der Perspektive verschiedener Disziplinen vertiefen. In den Fachgebieten erfolgt die Bearbeitung polizeiwissenschaftlicher Themen in den Bereichen Lehre, Fortbildung und Forschung.

Innerhalb dieser Arbeitszusammenhänge werden polizeiwissenschaftliche Grundlagen, Ansätze sowie Fragestellungen initiiert, diskutiert und transferiert. Sie bilden damit die tragenden Säulen für das Dach der Verwaltungs- und Polizeiwissenschaft, wie sie an der DHPol entwickelt wird.

Eine besondere Stärke der DHPol liegt in der engen Verzahnung wissenschaftlicher Themen mit dem polizeilichen Berufsfeld. Der Transfer wissenschaftlicher Themen in die polizeiliche Praxis erfolgt durch die Rückkopplung der gewonnenen Erkenntnisse zwischen den oben skizzierten Säulen und durch die Kommunikation nach außen. Dies erfolgt mit nationalen und internationalen, insbesondere europäischen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Eine Einbindung der berufspraktischen Perspektive in die Hochschule ist institutionell dadurch gesichert, dass sich mindestens 40 Prozent der Lehrenden und Forschenden aus der polizeilichen Praxis rekrutieren.

Diese besondere Verknüpfung von Wissenschaft mit dem konkreten Bezug zum Berufsfeld begründet ein Alleinstellungsmerkmal der DHPol in der universitären Landschaft.

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