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Tagung zur Führung in der Polizei

16. und 17.09.2014, Deutsche Hochschule der Polizei, Münster

Das „Kooperative Führungssystem“ (KFS) ist seit den 1980er Jahren das  Führungskonzept der Polizeien des  Bundes und der Länder. Es bildet die Grundlage für die Ausführungen zum Thema Führung in der Polizeidienstvorschrift 100. Es ist Grundlage für die Aus- und Fortbildung von Führungskräften und es ist damit im Wortschatz der Führenden in der Polizei etabliert. In diesem Sinne bildet das Kooperative den gültigen Wertehorizont für Fragestellungen rund um das Thema Führung im Allgemeinen und Mitarbeiterführung im Besonderen.

Die hergestellte Verbindlichkeit des KFS hat allerdings dazu beigetragen, dass eine weiterführende Auseinandersetzung und Überprüfung hinsichtlich seiner praktischen Brauchbarkeit sowie der theoretisch-konzeptionellen Schlüssigkeit weitgehend ausblieb. Bezugspunkte der polizeilichen Führungslehre sind – ungeachtet der gesellschaftlich-ökonomischen Entwicklungen seit den 1980er Jahren – nach wie vor das Rollen- und Organisationsverständnis, das in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts gültig war. Eine lebendige Führungslehre bedarf aber der Reflexion der Führungsrolle und ihrer tatsächlichen Herausforderungen im polizeilichen Alltag  sowie des kontinuierlichen Bezugs zu den konzeptionellen Weiterentwicklungen im allgemeinen Führungsdiskurs.

Das Fachgebiet „Polizeiliche Führungslehre“ an der Deutschen Hochschule der Polizei (DHPOl) setzt sich derzeit mit den Grundlagen des KFS systematisch auseinander. Dabei geht es einerseits um die Weiterentwicklung der konzeptionellen Grundlagen, andererseits um eine (hochschuldidaktische) Lehr- und Lernform, die sich am praktischen Kompetenzerwerb der Studierenden ausrichtet. In diesem Sinne wurde

  • Die Lehre des Fachgebiets konzeptionell und didaktisch angepasst
  • Der Fachdiskurs innerhalb der Polizei durch zahlreiche Veröffentlichungen, die Einrichtung eines Internet-blogs sowie die Neuausrichtung von Führungsseminaren und Workshops angeregt.

Auf dem Weg zu einer Führungslehre der Polizei, die den aktuellen Herausforderungen der Praxis sowie den konzeptionell-theoretischen Entwicklungen im allgemeinen Führungsdiskurs gerecht wird, soll die Tagung Impulse aus Wissenschaft und Praxis für die weitern Entwicklungsschritte geben.

Mit dem Ziel eine möglichst breite Basis für die Diskussion mit den Impulsgebern zu gewinnen, möchten wir für die Teilnahme an der Tagung besonders ansprechen:

  • Führungskräfte in Spitzenfunktionen des polizeilichen Managements
  • Lehrende der polizeilichen Bildungseinrichtungen des Bundes und der Länder
  • Führungskräfte des höheren Polizeidienstes.