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SAFEPol

Das Projekt SAFEPol (Sichere und Automatisierte Freigabe von Einsatzrouten für die Polizei) vereint moderne Verkehrstechnologie mit intelligenten Datenplattformen, um Polizeieinsatzfahrten schneller und gleichzeitig sicherer zu machen. Gefördert wird das Projekt dabei durch das Programm EFRE der EU und des Landes NRW.

 

Für die Abwendung einer Gefahrensituationen durch Polizeieinsätzen, Rettungsdienst oder Feuerwehr ist die Dauer der Zeit, in der Einsatzfahrzeuge den Einsatzort erreichen können, entscheidend. Für die Aufrechterhaltung der Sicherheit sowie eine höhere Überlebenschance für Verunglückte ist ein schnelles Eintreffen am Einsatzort entscheidend. Ziel des Projektes ist aus diesem Grund eine verkürzte Einsatzreaktionszeit (ERZ) der Polizei und die Einhaltung der Hilfsfristen der Rettungsdienste zu unterstützen. Für Einsatzfahrten werden Sonder- und Wegerechte genutzt, welche es bspw. dem Einsatzfahrzeug gestatten, eine rot geschaltete Lichtsignalanlage zu passieren, die zulässige Höchstgeschwindigkeit zu überschreiten oder zu überholen. Um den umliegenden Verkehr zu warnen und nach außen zu signalisieren, dass eine Einsatzfahrt vorliegt dienen optische und akustische Sonderzeichen am Einsatzfahrzeug. Trotz dieser Sonderzeichen kommt es jedoch aufgrund von Unachtsamkeit oder Fehlverhalten der Verkehrsteilnehmenden zu risikoreichen Verkehrssituationen oder sogar zu Unfällen. Letzteres kann aufgrund der hohen Differenzgeschwindigkeit zwischen dem Einsatzfahrzeug und dem umliegenden Verkehr mit schwerwiegenden Folgen verbunden sein. Dabei stellen die bekannten Unfallzahlen nur einen Bruchteil aller kritischen Situationen während einer Fahrt mit Sonder- und Wegerechten dar, bei denen aufgrund einer Reaktion der Verkehrsteilnehmenden oder von Fahrerassistenzsystemen ein Unfall vermieden werden konnten. Gleichzeitig erhöht die steigende Anzahl der Einsatzfahrten von Polizei und Rettungsdiensten das Risiko für Unfälle.

 

Das Projekt SAFEPol analysiert die Einsatzfahrten der Polizei im Testgebiet der Stadt Oberhausen, sowie das daraus resultierende Gefahrenpotential von Unfällen unter Einsatzfahrten der Polizei NRW. Die daraus abgeleiteten Ergebnisse dienen der Gestaltung von idealen Einsatzrouten, damit die Einsatzkräfte schnellstmöglich und sicher zum Einsatzort gelangen können. Auch wird eine V2X-Kommunikation (Vehicle-to-everything-Kommunikation) implementiert, um Lichtzeichenanlagen für Einsatzfahrzeuge zu schalten und Ihnen eine sichere Überquerung der Kreuzung bei Grün zu ermöglichen.

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