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Profil der Forschungsstelle Innere Sicherheit (FIS)

Die 2024 eingerichtete Forschungsstelle Innere Sicherheit (FIS) an der Deutschen Hochschule der Polizei (DHPol) unter Leitung von Univ.-Prof. Dr. Hans-Jürgen Lange widmet sich der wissenschaftlichen Analyse und der theoretischen und methodologischen Weiterentwicklung der Sicherheits- und Polizeiforschung. 

Thematische Schwerpunkte

Die Forschungsstelle legt zwei Schwerpunkte zugrunde:

  • die Forschung zur Inneren Sicherheit 
  • die Forschung zur Verwaltungs- und Polizeiwissenschaft

Die Forschung zur Inneren Sicherheit 

Die Forschung zur Inneren Sicherheit ist einer interdisziplinären und sozialwissenschaftlichen Diskussion verpflichtet. Sie arbeitet die unterschiedlichen Facetten des gesellschaftlichen Wandel von Sicherheit auf. Der Forschungsansatz stellt diese Veränderungen in den Zusammenhang von Staat und Gesellschaft insgesamt, wie er sich national, europäisch und international vollzieht. Die Analyse richtet sich auf die Akteure, auf die Prozesse und auf die Strukturen, die die Sicherheitsproduktion von Staat und Gesellschaft prägen. Sie beobachtet die Handlungsorientierungen, die Normen und die Programme zur Inneren Sicherheit, die dabei mit der Zielsetzung entstehen, bestimmte gesellschaftliche Wirkungen zu erzielen. Die Forschung zur Inneren Sicherheit ist interdisziplinär, weil sie Theorien und Methoden der Politikwissenschaft, der Soziologie, der Kriminologie und weiterer sozialwissenschaftlichen Disziplinen einbezieht. 

Die Forschung zur Verwaltungs- und Polizeiwissenschaft

Die Forschung zur Verwaltungs- und Polizeiwissenschaft zielt auf die Verknüpfung von wissenschaftlicher Reflexion und praxeologischer Anwendung des polizeilichen Handelns. Polizei ist Teil der öffentlichen Verwaltung. Ihre Analyse setzt die verwaltungswissenschaftliche Analyse von Verwaltung und Staat voraus. Verwaltungswissenschaft verfügt über ein theoretisches und empirisches Potential, was der empirischen Polizeiforschung sehr oft fehlt. Die Verwaltungswissenschaft weist dagegen wenige Erfahrungen in der Analyse von Polizei und Sicherheit auf. Der Ansatz der Verwaltungs- und Polizeiwissenschaft führt beide Perspektiven zusammen: Die Analyse der Polizei unter den Bedingungen ihrer Einbindung in die öffentliche Verwaltung, sowohl hinsichtlich ihrer Strukturen, ihrer rechtlichen und politischen Entscheidungsprozesse und ihrer Programme, zu nennen sind Programme zur Polizeipolitik und zur Kriminalpolitik. Untersuchungsfragen richten sich ebenso auf die Veränderungen von Governance-Verfahren, die Auswirkungen der zunehmenden Europäisierung ebenso der Digitalisierung von Polizeiarbeit. Ein weitere Frage richtet sich auf die zukünftige Organisation von Bildungseinrichtungen, speziell von polizeilichen Hochschulen. Hier ist eine Balance zu finden zwischen einer stetig anwachsenden theoriegeprägten Wissensfülle und einer mit immer strikteren Praxisanforderungen konfrontierten Wissensproduktion in der polizeilichen Aus-, Fort- und Weiterbildung. In Zusammenarbeit mit Hochschulen, Polizeibehörden und BOS-Einrichtungen werden Fachtagungen sowie Fort- und Weiterbildungsangebote für Führungskräfte erarbeitet.

Kooperation und Zusammenarbeit

Zur „Forschung Innere Sicherheit“ kooperiert die Forschungsstelle mit dem „Interdisziplinären Arbeitskreis Innere Sicherheit“ (AKIS), der seinen Sitz und die Koordinierungsstelle am Rhein-Ruhr-Institut (RISP) an der Universität Duisburg-Essen hat. Der AKIS gibt die Schriftenreihe „Studien zur Inneren Sicherheit“ im Verlag Springer VS heraus.

Zur „Verwaltungs- und Polizeiwissenschaft“ gibt der Leiter der Forschungsstelle, Prof. Lange, die Schriftenreihe „Forum Verwaltungs- und Polizeiwissenschaft“ im Verlag Springer VS heraus.

Erläuterungen und Hinweise