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12.12.2018

Unter Beteiligung der Akademie der Polizei Hamburg fand am 10./11.12.2018 die Fachtagung "Zukunft der Polizei III – Wie sieht das künftige polizeiliche Bildungssystem aus?“ an der DHPol statt.

Wie kann die Qualität von Studium und Ausbildung gewährleistet werden? Haben wir die richtigen Bewerberinnen und Bewerber? Ist Polizeiausbildung im Baukasten-Modell zu vermitteln? Wo liegen Chancen und Grenzen der Digitalisierung? Erreichen wir eine Entschlackung statt Verdichtung des Curriculums? Und wie lässt sich Führungskompetenz effektiv vermitteln? Über diese und andere Fragen diskutierten rund 50 hochrangige Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung „Zukunft der Polizei III“ in den vergangenen zwei Tagen in insgesamt vier Workshops und im Plenum. Gemeinsam hatten die Deutsche Hochschule der Polizei und die Akademie der Polizei Hamburg nach Münster-Hiltrup eingeladen.

Bei der Veranstaltung handelte es sich um das inhaltliche Follow up der im Januar 2018 organisierten Tagung über „Anforderungs- und Kompetenzprofile für den Polizeiberuf“, welche ebenfalls in das Forum Verwaltungs- und Polizeiwissenschaften an der DHPol eingebettet war. Als Tagungsgäste waren Leiterinnen und Leiter von Polizeihochschulen und -akademien, Führungskräfte des Vollzugs, ministerielle Vertreterinnen und Vertreter sowie Personalverantwortliche der Polizeibehörden zugegen.

Der Präsident der Deutschen Hochschule der Polizei, Prof. Dr. Hans-Jürgen Lange, und der Leiter der Akademie der Polizei Hamburg, Thomas Model, stellten in ihrer Begrüßung die besondere Relevanz und Aktualität des Themas heraus, in dem sie u.a. auf die gestiegenen Auszubildenden- und Studierendenzahlen verwiesen.

In der Keynote löste die Akademie der Polizei Hamburg ein Versprechen der vergangenen Tagung ein und ließ Prof. Dr. Wim Nettelnstroth (HWR Berlin) erste Befunde aus seiner aktuellen Studie zur polizeilichen Nachwuchsgewinnung, Einstellungsverfahren und Kompetenzprofilen über die Polizei Hamburg präsentieren.

Danach ging es in die Workshops, in denen sich in kleineren Diskussionsrunden mit den Themen digitale Hochschule, Lehr- und Studieninhalte, Didaktik und Vermittlung beruflicher Qualifikationen sowie Erfolgsmessung und Qualitätssicherung auseinandergesetzt wurde. Im Rahmen des Abendprogramms wurden Werbemittel und -filme zur Nachwuchsgewinnung vorgestellt.

Am zweiten Tag standen zunächst die Workshopergebnisse im Mittelpunkt. Als Vernissage aufbereitet, tauschten sich die einzelnen Workshops über ihre Resultate aus. Im Anschluss folgten zwei Impulsvorträge, in denen zum einen die „inter- und transdisziplinäre Lehre“, vorgestellt von Birke Sander (FHÖPR MV) und zum anderen „Diversität und innere Führung – auf dem Weg zum Verantwortungslernen von Führungskräften“, präsentiert durch PD Dr. Ulrike Senger (HSU / Universität der Bundeswehr Hamburg) und Oberst i. G. Robert Sieger (Zentrum Innere Führung) vorgestellt und diskutiert wurden.

Abschließend folgte auf dem Podium die Diskussion darüber, wie mit den Arbeitsergebnissen der Workshops umgegangen werden soll und wie sich die Bildungseinrichtungen der Polizei positionieren. Hierzu debattierten Prof. Dr. Hans-Jürgen Lange (DHPol), Werner Schiewek (DHPol), Prof. Dr. Wim Nettelnstroth, (HWR Berlin) sowie Alfons Aigner (Bundespolizeiakademie Lübeck), Carsten Rose (Polizeiakademie Niedersachsen), Rainer Grieger, (FHPol Brandenburg) und Thomas Model (AK der Polizei Hamburg). Alle waren sich einig, dass die Impulse der Tagung Eingang in die entsprechenden Gremien von Bund und Ländern finden sowie in den einzelnen polizeilichen Bildungseinrichtungen vertieft werden sollen.

Auch über die Fortführung der Themenreihe herrschte Einigkeit, sodass die nächste Tagung „Zukunft der Polizei“ bereits für den 3. und 4. September 2019 terminiert ist und sich dem Thema „Digitalisierung“ widmen wird. Hierzu laden die DHPol und die Akademie der Polizei Hamburg schon jetzt herzlich ein.

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