24.08.2026
Der gebürtige Kieler startete seine berufliche Karriere zunächst als Zeitsoldat bei den Feldjägern der Bundeswehr. Dort wurde er unter anderem im militärpolizeilichen Streifendienst und als Eskortenfahrer verwendet. Nach dem anschließenden Jura-Studium mit Kriminologie als Nebenfach trat er in den Bundesgrenzschutz – die heutige Bundespolizei – ein und durchlief die Laufbahnausbildung für den höheren Polizeivollzugsdienst an der damaligen Polizeiführungsakademie. In der Folge war er mit überwiegend operativ geprägten Führungsfunktionen in der Bundespolizei betraut. Seit dem Jahr 2010 leitete Helgo Martens die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Hamburg, die in den Bundesländern Hamburg, Bremen und Niedersachsen insbesondere für die Bekämpfung der organisierten Schleusungskriminalität sowie für die Verfolgung anderer schwerer Straftaten im bundespolizeilichen Aufgabenbereich zuständig ist. In dieser Funktion verantworte der 58-jährige Beamte zahlreiche Großeinsätze gegen grenzüberschreitende Bandenstrukturen. Zudem wurde ihm mehrfach bei bundesweit relevanten Lagen, wie zum Beispiel dem G8-Gipfel in Heiligendamm, dem G20-Gipfel in Hamburg sowie mehreren Castor-Transporten die Führung des Einsatzabschnitts "Folgemaßnahmen" bzw. "Aufklärung" übertragen.
Langjährige Führungserfahrung und umfangreiche Expertise in der Lehre
Neben seiner Tätigkeit in der polizeilichen Praxis ist Helgo Martens seit vielen Jahren in der Lehre aktiv, unter anderem als Dozent in der gemeinsamen Ratsausbildung von Bundespolizei und Bundeskriminalamt sowie in der kriminalpolizeilichen Spezialfortbildung von Bund und Ländern. Darüber hinaus publizierte er zu rechtlichen und polizeitaktischen Fragestellungen, unter anderem zur Bedeutung des § 129 StGB für die Bekämpfung der Organisierten Kriminalität.
"Nach vielen Jahren in der polizeilichen Praxis freue ich mich darauf, nun an die DHPol zurückzukehren und neue Perspektiven einzubringen. Besonders reizvoll finde ich die Möglichkeit, kriminalstrategische Fragestellungen gemeinsam mit Studierenden und Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen polizeilichen und wissenschaftlichen Blickwinkeln zu betrachten. Denn gute Kriminalitätsbekämpfung braucht beides: fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse und polizeiliche Erfahrung. Hierbei kann die Bedeutung der Kriminalistik für die Professionalität von Polizeiarbeit kaum überschätzt werden", so Helgo Martens zu seinem Start.
Die Deutsche Hochschule der Polizei heißt Helgo Martens herzlich willkommen und wünscht ihm für seine neue Aufgabe im Fachgebiet "Kriminalistik – Grundlagen der Kriminalstrategie" (Öffnet in einem neuen Tab) viel Erfolg.