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20.02.2019

180 Polizistinnen und Polizisten des Masterstudiengangs üben den Ernstfall an der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ).

Teilnehmer der Stabsrahmenübung 2019

Die Zusammenarbeit zwischen der polizeilichen und nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr steht im Vordergrund der jährlichen Stabsrahmenübung der Deutschen Hochschule der Polizei (DHPol) an der AKNZ in Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Die Herausforderungen, die in den letzten Jahren die Sicherheitsorgane der Bundesrepublik Deutschland zu bewältigen hatten, haben deutlich gemacht, dass polizeiliche und nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr sehr eng zusammenarbeiten müssen, so der Akademieleiter, Herr Mitschke, in seiner Begrüßungsrede. Eine gute und professionelle Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Akteuren der Sicherheitsarchitektur ist zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger unverzichtbar. Daher ist er froh, dass die seit Jahren bestehende gute Zusammenarbeit der AKNZ mit der DHPol auch dieses Jahr fortgesetzt wird.

Denn dies ist in Zeiten knapper Ressourcen nicht selbstverständlich. Für die AKNZ bedeutet diese Veranstaltung einen erheblichen logistischen Aufwand. So werden mehrere Stabsräume eingerichtet und über zwei Kilometer zusätzliche Kabel verlegt, um 150 PCs und 150 Telefone in den Übungsräumen zu betreiben.

Ziel aller Seminare an der AKNZ ist es, die verschiedenen Beteiligten des Bevölkerungsschutzes vorzustellen, ihnen die Möglichkeit der Verzahnung zu geben und die Netzwerkbildung zu fördern.

Bernd Hendigk, Fachgebiet „Polizeiliches Krisenmanagement“ an der DHPol in Münster erklärte: „Wie wertvoll die Stabsrahmenübungen für angehende Führungskräfte der Polizei sind, haben gerade die Ereignisse der letzten Jahre wieder in Erinnerung gebracht. Einsatzlagen wie Amok, Terror oder auch Naturkatastrophen und Unglücksfälle können nur koordiniert bewältigt werden, wenn gute Kenntnisse der eigenen Stabsarbeit sowie der Aufbau- und Ablauforganisationen der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr vorhanden sind. Die Zusammenarbeit zwischen polizeilicher und nicht-polizeilicher Gefahrenarbeit ist immer ein erfolgskritischer Faktor bei derartigen Einsatzlagen. Um gerade diese Schnittstellen zu beüben, hat sich die Kooperation zwischen AKNZ und DHPol bewährt.“ Die Übungswoche an der AKNZ ist ein integraler Bestandteil des Studienganges und wichtiger Baustein in der Ausbildung des Höheren Dienstes der Polizei.

Aufgeteilt auf zwei Wochen, nehmen dieses Jahr ca. 180 Studierende des Masterstudienganges der DHPol an der Übung in Bad Neuenahr-Ahrweiler teil. Pro Woche gibt es drei übende Stäbe, denen jeweils eine ca. 15 Personen starke Übungsleitung als „Mitspieler“ gegenübersteht. Die Übungsleitung setzt sich aus Fachleuten der DHPol, der AKNZ sowie aus Experten der Polizeien der Länder und des Bundes, Feuerwehren und Hilfsorganisationen aus ganz Deutschland zusammen. So können die Schnittstellen der unterschiedlichen Akteure realitätsnah abgebildet und beübt werden.

Diese Erkenntnisse sind, so das Ergebnis der Übenden, einer der wichtigsten Aspekte der kompletten Übungswoche.

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