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JuKrim2020

Mögliche Entwicklungen der Jugend(gewalt)kriminalität in Deutschland. Szenarien, Trends, Prognosen 2010-2020

Das Projekt

Hintergrund

Jugendliche und Heranwachsende treten in Deutschland als die Altersgruppen mit der höchsten Kriminalitätsbelastung in Erscheinung und stehen deshalb im Fokus präventiver und repressiver Maßnahmen. Um die Erkenntnislage zu denjenigen Faktoren, die gegenwärtig und in naher Zukunft Aufkommen und Erscheinungsformen von Jugendkriminalität und damit auch die Möglichkeiten der Kontrolle beeinflussen, zu verbessern, hat die Deutsche Hochschule der Polizei in Kooperation mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen e.V. eine Studie zur möglichen Entwicklung der Jugendkriminalität im Zeitraum bis 2020 durchgeführt. Ein besonderer Fokus lag dabei auf der Gewaltkriminalität von Jugendlichen. Dem Projekt lag ein entsprechender Beschluss der Ständigen Konferenz der Innenminister und -senatoren der Länder zu Grunde, der auf der 188. Sitzung am 04./05. Juni 2009 in Bremerhaven getroffen wurde.

Ziel der Studie

Ziel der Studie war es, angesichts des demographischen Wandels und weiterer sozialer und technologischer Veränderungen auf Basis von Experteneinschätzungen Prognosen zur Entwicklung der Jugendkriminalität bis zum Jahr 2020 sowie Handlungsoptionen und -empfehlungen für die Prävention und Kontrolle von Jugendkriminalität und Jugendgewalt zu erarbeiten.

Methodische Herangehensweise

Das methodische Vorgehen war darauf ausgerichtet, Daten aus Bevölkerungs- und Kriminalstatistiken mit Expertenwissen und Expertenschätzungen zu verknüpfen und das Phänomen Jugendkriminalität mehrperspektivisch in den Blick zu nehmen. Zur Beantwortung der zentralen Fragestellungen der Studie – wie wird sich Jugendkriminalität in den kommenden Jahren entwickeln und verändern und welche Maßnahmen sind geeignet, um die zu erwartenden Entwicklungen positiv zu beeinflussen – wurde eine Verknüpfung qualitativ-heuristischer Methoden (Delphi-Befragungen, Szenario-Verfahren, qualitative Experteninterviews) mit quantitativen Ansätzen (Extrapolationen von Daten der Polizeilichen Kriminalstatistik) gewählt. Mittels einer dreistufigen schriftlichen Delphi-Befragung und zweier aufeinander aufbauender Szenario-Workshops wurden zu erwartende Entwicklungen analysiert und Perspektiven insbesondere der polizeilichen Ausrichtung diskutiert. Im Hinblick darauf, dass Jugendkriminalität in vielfacher Hinsicht ein in starkem Maße auch durch lokale Gegebenheiten determiniertes Phänomen ist, wurden diese Ansätze durch qualitative Experteninterviews in einer großstädtischen und einer ländlichen Region ergänzt. Neben der strukturierten Erfassung und Analyse von Expertenschätzungen wurden unter Berücksichtigung demografischer Prognosen sowie in der jüngsten Vergangenheit zu beobachtender kriminalstatistischer Trends Extrapolationen von PKS-Daten für den Zeitraum bis 2020 vorgenommen.

Projektteam an der Deutschen Hochschule der Polizei

Projektlaufzeit

Ergebnisse/Abschlussbericht

Weitere Projektbezogene Publikationen

Vorträge

EN

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