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Profil

Fachprofil

Die Sozialpsychologie beschäftigt sich mit dem Denken, Erleben und Verhalten von Menschen in ihrem sozialen Umfeld. Die Arbeits- und Organisationspsychologie befasst sich mit den Voraussetzungen, Bedingungen und Folgen menschlicher Arbeit.

Das Fachgebiet Sozial-, Arbeits- und Organisationspsychologie verbindet diese Beschäftigungsfelder und hat das Ziel, auf der Grundlage anwendungsbezogenen sozialpsychologischen Wissens (z.B. über Kommunikation, Gruppenprozesse, soziale Wahrnehmung und soziale Identifikation) und arbeits-, personal- und organisationspsychologischen Wissens (z.B. über Führung, Stress und Gesundheit bei der Arbeit, Organisationsgestaltung, Personalentwicklung und Personalauswahl) einen Beitrag zur menschengerechten und effizienten Gestaltung zentraler polizeilicher Arbeitsfelder zu leisten.

Zu diesen aus psychologischer Sicht zentralen Arbeitsfeldern gehören insbesondere Polizei-Bürger-Interaktionen, Führungskraft-Mitarbeitende-Interaktionen und Interaktionen in Teams. Im Rahmen polizeilicher Interaktionen mit Bürgerinnen und Bürgern soll exzellente Sicherheitsdienstleistung erbracht werden.

Eine zentrale Aufgabe in Führungsinteraktionen ist die Motivierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, polizeiliche Teams müssen effektiv zusammenarbeiten. Welche Voraussetzungen müssen geschaffen werden, damit diese Arbeitsaufgaben erfolgreich bewältigt werden können? Welche Arbeitsbedingungen sind förderlich, welche hinderlich? Wie können Ziele, Bedürfnisse und Interessen von Polizeiorganisationen, Führungspersonen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und von Bürgerinnen und Bürgern berücksichtigt und ausgelotet werden? Die Sozial-, Arbeits- und Organisationspsychologie beschäftigt sich mit diesen Fragen, untersucht mögliche Wirkzusammenhänge und bietet praxisrelevante Strategien und Konzepte.

Zielgrößen sind dabei die Verbesserung von Arbeitsergebnissen, die Erhöhung von Zufriedenheit, Motivation, Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Organisationsmitglieder und die Erhöhung der Servicezufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger. Diese Strategien umfassen sowohl personenbezogene Interventionen wie z.B. psychologische Personalauswahl, Leistungsbeurteilung, Potenzialbeurteilung, Training sozialer und emotionaler Kompetenzen, als auch organisationsbezogene Interventionen wie z.B. Maßnahmen zur Verbesserung des allgemeinen Organisationsklimas, des polizeilichen Dienstleistungsklimas, der Fehlerkultur und der menschengerechten Arbeits- und Aufgabengestaltung. Damit trägt das Fachgebiet zum evidenzbasiertem Management in der öffentlichen Sicherheitsverwaltung bei und generiert mittels seiner Forschung zur Polizei wissenschaftliche Erkenntnisse mit Praxisbezug, womit ein direkter Bezug zum Gesamtprofil der DHPol gegeben ist.

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