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14 Sozial-, Arbeits- und Organisationspsychologie

Profil

Die Sozialpsychologie beschäftigt sich mit dem Denken, Erleben und Verhalten von Menschen in ihrem sozialen Umfeld. Die Arbeits- und Organisations-psychologie beschäftigt sich mit den Voraussetzungen, Bedingungen und Folgen menschlicher Arbeit.

Das Fachgebiet Sozial-, Arbeits- und Organisationspsychologie verbindet diese Beschäftigungsfelder und hat das Ziel, auf der Grundlage anwendungsbezogenen sozialpsychologischen Wissens (z.B. über Kommunikation, Gruppenprozesse, soziale Wahrnehmung und soziale Identifikation) und arbeits-, personal- und organisationspsychologischen Wissens (z.B. über Führung, Stress und Gesundheit bei der Arbeit, Organisationsgestaltung, Personalentwicklung und Personal-auswahl) einen Beitrag zur menschengerechten und effizienten Gestaltung zentraler polizeilicher Arbeitsfelder zu leisten.

Zu diesen aus psychologischer Sicht zentralen Arbeitsfeldern gehören insbesondere Polizei-Bürger-Interaktionen, Führungskraft-Mitarbeiter-Interaktionen und Interaktionen in Teams. Im Rahmen polizeilicher Interaktionen mit Bürgern soll exzellente Sicherheitsdienstleistung erbracht werden.

Eine zentrale Aufgabe in Führungsinteraktionen ist die Mitarbeitermotivierung, polizeiliche Teams müssen effektiv zusammenarbeiten. Welche Voraussetzungen müssen geschaffen werden, damit diese Arbeitsaufgaben erfolgreich bewältigt werden können? Welche Arbeitsbedingungen sind förderlich, welche hinderlich? Wie können Ziele, Bedürfnisse und Interessen von Polizeiorganisationen, Führungspersonen, Mitarbeitern und Bürgern berücksichtigt und ausgelotet werden? Die Sozial-, Arbeits- und Organisationspsychologie beschäftigt sich mit diesen Fragen, untersucht mögliche Wirkzusammenhänge und bietet praxis-relevante Strategien und Konzepte.

Zielgrößen sind dabei die Verbesserung von Arbeitsergebnissen, die Erhöhung von Zufriedenheit, Motivation, Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Organisations-mitglieder und die Erhöhung der Servicezufriedenheit der Bürger. Diese Strategien umfassen sowohl personenbezogene Interventionen wie z.B. psychologische Personalauswahl, Leistungsbeurteilung, Potenzialbeurteilung, Training sozialer und emotionaler Kompetenzen, als auch organisationsbezogene Interventionen wie z.B. Maßnahmen zur Verbesserung des allgemeinen Organisationsklimas, des polizeilichen Dienstleistungsklimas, der Fehlerkultur und der menschengerechten Arbeits- und Aufgabengestaltung.

Das Team

Fachgebietsleiterin

Foto: Prof. Dr. Andrea Fischbach

Prof. Dr. Andrea Fischbach
Telefon: +49 2501 806-293
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Sprechzeit: nach Vereinbarung (per E-Mail)

Wissenschaftliche Mitarbeiter

Foto: Petra Gelléri
Dipl.-Psych. Petra Gelléri
Telefon: +49 2501 806-403
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Sprechzeit: nach Vereinbarung
Foto: Philipp Lichtenthaler
Dipl.-Psych. Philipp Lichtenthaler
Telefon: +49 2501 806-419
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Foto: Christina Wohlers
Dipl.-Psych. Christina Wohlers
Telefon: +49 2501 806-504
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Dr. Nina Zeuch, Dipl.-Psych.
Telefon: +49 2501 806-254
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Wissenschaftliche Hilfskräfte

Lena-Marie Meyer-Kahrweg
Telefon: +49 2501 806-389
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Sophie Pier-Eiling
Telefon: +49 2501 806-509
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Markus Wilczek
Telefon: +49 2501 806-509
E-Mail: geschützte E-Mail-Adresse als Grafik

Büro

Gabriele Ulbricht
Telefon: +49 2501 806-399
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Forschung

Im Mittelpunkt der Forschung des Fachgebietes Sozial-, Arbeits- und Organisationspsychologie stehen die aus psychologischer Sicht zentralen polizeilichen Arbeitsfelder Polizei-Bürger-Interaktionen, Führungskraft-Mitarbeiter-Interaktionen und Interaktionen in Teams.

Im Forschungsprogramm „Security as Service“ sollen organisationsbezogene und personenbezogene Voraussetzungen für bürgernahe und serviceorientierte Polizeidienstleistung untersucht werden. Kooperationen mit nationalen und internationalen Verbundpartnern und Stellung von Forschungsanträgen sind geplant.

Im Forschungsschwerpunkt „Emotionsarbeit in Dienstleistungsberufen“ widmet sich das Fachgebiet der Untersuchung des Zusammenhangs von Emotionen in der Arbeit und deren Wirkung auf Gesundheit und Wohlbefinden der Mitarbeiter, der Effizienz von Arbeitsprozessen und der Wahrnehmung von Dienstleistungsqualität. Hierzu wurde in einer Forschungskooperation mit der Polizei in Niedersachsen Emotionsregulation von Polizeibeamten in Interaktionen und die Wirkung auf Bürgerzufriedenheit untersucht. In einem durch das BMBF und den Europäischen Sozialfonds geförderten Projekt werden derzeit solche emotionsregulatorischen Prozesse in „einfachen“ Dienstleistungsberufen (z.B. im Gesundheitsbereich und im Einzelhandel) untersucht. Erkenntnisse aus diesem Projekt sollen auch auf den Polizeikontext übertragen werden.

Schließlich soll im Forschungsschwerpunkt „Emotionen in Führungsinteraktionen und bei der Teamarbeit“ insbesondere auf die Rolle von Regeln im Umgang mit Emotionen (z.B. der Regel, das Führungskräfte ihre negativen Emotionen in Führungsinteraktionen unterdrücken sollen), die Rolle emotionaler Kompetenzen in sozialen Interaktionen und die ansteckende Wirkung von ausgedrückten Emotionen in der Teamarbeit und in Organisationen untersucht werden.

Weitere Forschungsprojekte aus dem Themenkreis der Sozial-, Arbeits- und Organisationspsychologie sollen aus der Kooperation mit anderen Mitgliedern der DHPol, den Länderpolizeien und möglichen Drittmittelangeboten entstehen.

Masterarbeiten

Abgeschlossen
  1. Münse, S. (Oktober 2010), Arbeitstitel: Führungsverhalten im Kontext zu arbeitsrelevanten Verhaltensweisen und Einstellungen der Mitarbeiter. Unveröffentlichte Masterarbeit, Deutsche Hochschule der Polizei Münster.
  2. Wulff-Bruhn, T. (August 2010), Frauen in Führung - Eine vergleichende Untersuchung von Frauen mit und ohne Führungsfunktion. Unveröffentlichte Masterarbeit, Deutsche Hochschule der Polizei Münster.
  3. Lühning, M. (August 2010), Emotionen in Vernehmungen - Was Zeugen erleben. Unveröffentlichte Masterarbeit, Deutsche Hochschule der Polizei Münster.
  4. Reinhardt, K. (August 2010), Emotionsregulation durch Führungskräfte - Ein Qualitätskriterium der Interaktion mit den Mitarbeitern. Unveröffentlichte Masterarbeit, Deutsche Hochschule der Polizei Münster.
  5. Baumgärtner, H. (August 2010), Evaluation eines Emotionskompetenztestes zur Personalauswahl. Unveröffentlichte Masterarbeit, Deutsche Hochschule der Polizei Münster.
  6. Martens, A. (August 2009), Stressoren für Führungskräfte aus belastenden Interaktionen mit Mitarbeitern und deren Wirkung auf das Arbeits- und Führungsverhalten. Unveröffentlichte Masterarbeit, Deutsche Hochschule der Polizei Münster.
  7. Philippzig, M. (August 2009), Emotionale Kompetenz von Führungskräften. Eine Validierungsstudie zu einem Emotionskompetenztest. Unveröffentlichte Masterarbeit, Deutsche Hochschule der Polizei Münster.
  8. Mittmann, M. (August 2009), Emotionale Kompetenz. Unveröffentlichte Masterarbeit, Deutsche Hochschule der Polizei Münster.
  9. Lerche, S. (November 2009), Die Polizei als Dienstleister - Vergleichende Untersuchung des Dienstleistungsklimas dreier zusammengelegter niedersächsischer Dienststellen. Unveröffentlichte Masterarbeit, Deutsche Hochschule der Polizei Münster.
  10. Hartmann, M. (März 2007), Personenschutz in Krisenregionen - der Einfluss personaler Ressourcen bei der Stressbewältigung in extremen Einsatzsituationen. Unveröffentlichte Masterarbeit, Deutsche Hochschule der Polizei Münster.

 

    Laufend 

  1. Meinecke, S. (laufend), Arbeitstitel: Der Zusammenhang zwischen Führungsstil und der Motivation von Organisationsmitgliedern. Unveröffentlichte Masterarbeit, Deutsche Hochschule der Polizei Münster.

Lehre

In der Lehre des Fachgebietes Sozial- Arbeits- und Organisationspsychologie steht sowohl die Vermittlung von theoretischem und methodologischem Wissen als auch die Reflexion und Anwendung dieser Inhalte auf den polizeilichen Arbeitskontext im Vordergrund.

Eine aktive Beteiligung der Studierenden, die Schaffung von Lernbedingungen, in denen Handlungskompetenzen erworben und erprobt werden können, die Schaffung von Möglichkeiten, in denen die Führungskräfte ihre Stärken und Schwächen kennenlernen und ihre Rolle und ihr Selbstverständnis reflektieren können und die Heranführung der Studierenden an anwendungsbezogene Forschungsfragestellungen gehören zum zentralen Lehrkonzept des Fachgebietes.

Dieses Konzept ist daran zu messen, dass der Erwerb von theoretischem und methodologischem Wissen, die Schaffung neuen Wissens und der Wissenstransfer in die Praxis von den zukünftigen Führungskräften der Polizei, deren Heimatdienststellen und den Polizeifachhochschulen der Länder als sinnvolle und nützliche Einheit und eben nicht als Widerspruch erlebt werden.

Lehrveranstaltungen

Modul 13
"Management in der Polizei"
(Lehrveranstaltung Organisationslehre und Personalmanagement: insgesamt 53 LVS, Vorlesungen, Seminare und Fallarbeiten in den Gebieten -Organisationskultur/Klima, -Personalbeurteilung, -Personalauswahl)

Modul 14
"Kriminalität - Phänomen und Intervention I"
(Lehrveranstaltung Subjektive und objektive Sicherheit als Planungsgröße und Kriminalprävention als gesamtge-sellschaftliche Aufgabe: insgesamt 18 LVS, Vorlesung, Seminar und Podiumsdiskussion mit Fachreferenten in den Gebieten -Subjektive Sicherheit aus Psychologischer Sicht, Mess- und Erhebungsproblematik Subjektive Sicherheit und Kriminalitätsfurcht, Bürgerbefragungen, Evaluation „Freiwilliger Ordnungs- und Streifendienst")

Modul 16
„Kriminalität – Phänomen und Intervention III“
(Lehrveranstaltung Besondere Stressbelastungen sowie Täter und Opfer in herausragenden Einsatzlagen, Seminar zusammen mit den Fachgebieten 8, 9 und 10.)

Fortbildungen

Das Fachgebiet ist mit der Planung und Durchführung von regelmäßig wiederkehrenden Seminaren, im Rahmen des jährlichen Fortbildungsprogramms, an der Fortbildung beteiligt.

  • Psychische Belastungen im Polizeidienst
  • Fit für internationale Zusammenarbeit
  • Demographischer Wandel in der Polizei
  • Führung als Interaktion