Die Polizeigeschichte vom Absolutismus zur Schaffung der deutschen Nationalmonarchie
Bürgerliche Öffentlichkeit und die Anfänge der deutschen Polizei(en) im Kaiserreich
Entstehung der Polizeischulen
Die Schulen sind Vollzeiteinrichtungen mit hauptamtlichem Leitungs- und Lehrpersonal und meist kasernierter Unterbringung der Polizeianwärter. Die Kurse dauern anfangs nur zwei bzw. drei Monate und werden mit einer Zeugnisabgabe abgeschlossen.
Verwissenschaftlichung der Polizeiarbeit
Schon in den ersten Polizeischulen bezieht sich die Kriminalausbildung auf verschiedene Sparten des Erkennungsdienstes:
• die Taktik der Ermittlung von Kapitalverbrechen
• Signalementslehre
• Anthropometrie (Körpermessung)
• Daktyloskopie (Fingerabdruckkunde)
• Photographie
• Gaunerpraktiken, Gaunersprache
• Zigeunerwesen
Der Stereotyp einer Polizeikarriere - vor der Polizeischulreform
“In Hinterpommern geboren, Dorfschule besucht, Rüben gezogen, Soldat geworden, kapituliert, zum Unteroffizier avanciert, Schreiben und knapp Rechnen gelernt, Rekruten dressiert, Sergeant geworden, Rekruten dressiert, Vize-Feldwebel, immer noch Rekruten dressiert, Zivilversorgungsschein und schließlich Polizeibeamter.”
(Vorwärts vom 14. Juni 1892)
